Sonntag, 1. März 2015

Everything happens for a reason

Everything happens for a reason.

Dieser Spruch ist im heutigen Post Thema.

Gerade noch meinte der Liebste, ich solle diesen Spruch (der auf meinem Holzregal als kleines Bild drauf steht) mit dem Wort not vervollständigen (drüber kleben oder schreiben - ich muss euch das mal zeigen, wie das aussieht).

So. Ich bin also der Ansicht alles passiert nun mal aus einem Grund. Irgendwie zumindest.
Egal was dir in deinem Leben passiert oder zustößt, es hat einen Grund und musste so sein.
Das sagt sich jetzt so leicht.
Überlege ich aber nochmal, könnte ich mir vorstellen, dass ich da so manchem Freund mit diesem Satz keine Freude mache und es ihm nicht wirklich hilft.

Das Leben kann manchmal ein richtig gemeines Stück sein!

Hat Dinge in petto, die wirklich nicht nett sind und ein richtiger Schlag ins Gesicht.

Seien es Krankheiten, Krisen im Privatleben, Probleme im Job, Unfälle, etc.
Da ist das Leben einfallsreich und immer wieder hält es neue Herausforderungen für uns bereit.
Gerade dann, wenn du auch nicht damit rechnest und sogar nicht darauf vorbereitet bist.

Manchmal denke ich mir, dass ich eigentlich so gar keinen Grund habe mich zu beschweren! Ich sollte mir das eigentlich gar nicht erlauben.

Höre und lese ich Geschichten über Menschen, die nach einem Flugzeugabsturz ihre Familien verloren haben, ein Kind seit Wochen vermisst wird, die Mutter an Krebs leidet und nicht mehr lange zu leben hat, nach einem Brand die Existenz eines Traditionsbetriebes auf dem Spiel steht und noch viel mehr solcher schrecklicher und erschütternder Geschichten, ja, dann habe ich es wirklich gut in meinem Leben!

Hierzu fällt mir der Tag ein, an dem ich mit meiner Frau Mutter, Oma und meinem Onkel an Allerheiligen zum Grab meines Opa's ging.
Ich grüßte viele bekannte Gesichter und schlängelte mich durch die Menge. Fast angekommen am Grab, ging ich an einem neuen Grab vorbei. Davor stand die weinende Frau mit ihrem Mann und starrte auf das Grab ihres kürzlich gestorbenen, viel zu jungen Kindes. Ich sah Bilder des kleinen Mädchens, in Herzen eingefasst, Blumen darauf.
Es dauerte ein klein wenig, bis ich wirklich realisierte, was dieser Mutter und dem Vater zugestoßen war.
Ich war zu dieser Zeit selbst noch nicht all zu lange Mutter und konnte total mitfühlen. Sie stand nur unweit von uns entfernt. Ich musste mich wirklich zusammennehmen, um nicht mit der Mutter mitzuweinen.
Es war verdammt hart das mit anzusehen.
Das ist wohl auch eines der schrecklichsten Dinge sein Kind zu verlieren!
Dieser Tag ist nun schon Jahre her, doch immer noch kann ich mich genau daran erinnern. An diese Trauer und auch diese Verzweiflung der Eltern, warum gerade ihr Kind genommen wurde (von was oder wem auch immer).

Sicherlich plagt mich auch das ein oder andere Leid(en), doch im Vergleich zu manch anderem Leid der Menschen wohl eher ein Kinkerlitzchen.

Mal ehrlich, wir haben doch immer etwas zu jammern und sind doch nie zufrieden.
Wir leben zwar in einer Gesellschaft in der es uns an nichts mangelt (fließend warmes und kaltes Wasser, eine warme Wohnung durch Zentralheizung, ein Dach über dem Kopf, ein immer voller Kühlschrank, Technik die begeistert...) und doch finden wir immer etwas woran wir nörgeln und schimpfen können.

Ist das dann in Ordnung?
Wissen wir unser gutes Leben wirklich zu schätzen?
Wohl eher nicht.
Meist merken wir es viel zu spät, welch wunderbares Leben wir haben bzw. hatten, wenn es dann durch irgend einen Schicksalsschlag von der einen Minute auf die andere ganz anders läuft oder gar vorbei ist.
Und was dann?
Beten? Hoffen?
Vielleicht einfach nur durchhalten und dran stärker werden und wachsen - an der Aufgabe des Lebens.

Manche Dinge geschehen sicherlich auch aus einem bestimmten Grund. Sei es nur, dass wir umdenken, einen anderen Weg einschlagen, etwas ändern.
Davon bin ich überzeugt.
Doch vieles ergibt auch einfach keinen Sinn und wir sehen keinen Grund für diese Geschehnisse.


1 Kommentar:

Ari hat gesagt…

Du hast Recht. Man ärgert sich im Alltag viel zu schnell über Kleinigkeiten. Man sollte sich bewusst darüber sein, wie gut es einem doch geht. Zum Glück bin ich im großen und ganzen ein eher positiv eingestellter Mensch.

Falls Du meine Antwort nicht gelesen hast, habe ich sie kopiert:

Sobald die Sonne scheint, hebt sich auch gleich die Stimmung :-). Auf meine engen Hosen möchte ich auch nicht verzichten. Allerdings mal zwischendurch ein Outfit mit einer Schlaghose finde ich ganz in Ordnung, weil es auch ein wenig Abwechslung beim Outfit bietet. Ich habe allerdings auch so meine Zweifel, dass sich die Schlaghose wieder ganz durchsetzen wird. Wir werden sehen ...

Und nun wünsche ich Dir einen sorgenfreien Sonntag.

LG
Ari

 
Sabrina | Sweetalistic