Montag, 4. Januar 2016

Family affair

Achtung, jetzt kommt Depri-Geschreibsel. Also wer jetzt einen Gute-Laune-Post haben will, besser nicht lesen! Manchmal muss eben auch sowas raus, wenn auch nicht zur Gänze.

Oftmals und manchmal würde ich so gerne mehr von meinem Leben schreiben.
Der gläserne Mensch quasi.
Aber dann müsste ich euch von meiner oftmals ein wenig kranken Familie erzählen.
Davon, dass mein Dad ein absolutes A.... ist, er seiner eigenen Mom das lebenslange Wohnrecht total billig abgekauft zu haben, damit er jetzt für vieles nicht mehr zuständig sein muss.
Und sie dann, als es nicht mehr alleine für die alte und stolze Dame ging, in ein Altersheim weit ab von uns allen zu bringen.
Ich müsste euch dann noch erzählen, dass ich diesen Menschen verachte!

Doch ich möchte ja von so privaten Dingen gar nicht schreiben. Nicht, dass sich jemand auf den Schlips getreten fühlt.
Auch muss ich Rücksicht nehmen. Rücksicht auf Menschen, die damit irgendwie zu tun haben und mir wichtig sind.
Ich würde vielleicht etwas schreiben, was dieser Mensch so nicht weiß oder er selbst ganz anders sieht.
Ich kann also auch gar nicht.

Ich würde mir gerne manchmal solchen Mist von der Seele schreiben. Vielleicht versteht man mich. Vielleicht gibt es jemanden, der auch so fühlt.
Es gibt keine heile Familie. Es ist bei Weitem nichts perfekt und jeder hat sein Päckchen mitzutragen.
Du musst nur damit umzugehen wissen. Darfst dich nicht davon kaputt machen lassen.

Ich weiß von so vielen, wie krank, kalt, unsensibel, gewaltsam die eigene Familie sein kann.
Und doch ist es gerade die Familie, die dir immer bleibt. Sie sollte zusammenhalten, in dieser unbeständigen Welt.
Doch gerade diese kann dir zum Feind werden.

Und manchmal denke ich an früher, als wir noch eine Familie waren.
Wir saßen im Wohnzimmer zusammen, spielten meine Lielbingsspiele, wie Das verrückte Labyrinth, Monopoly, Uno.
Wir hörten Musik der 80er, mein Dad spielte auf dem Klavier, ich kämmte meiner Mom die Haare und machte ihr die aufregendsten und neuesten Frisuren. Wir scherzten rum und lachten viel.

Und dann sage ich mir: Hör auf in der Vergangenheit zu hängen! Jetzt geht es dir besser, ohne das Schlechte dazwischen. Du bist erwachsen und auch gewachsen an dieser Geschichte.
Mach es besser! Dann wird alles gut!



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Sabrina | Sweetalistic