Sonntag, 9. April 2017

Überall nur Spam

Gechillt sitze ich auf der Couch, höre Norah Jones, zu meine Füßen die kleine Leni eingerollt und schnurrend, dazu ein Gläschen Malibu-Kirsch und versuche diesen Blogpost zu schreiben.

Eigentlich wollte ich das schon gestern machen, aber wie es das Leben so will, wollte ich dann doch nicht >-<
Tja, und jetzt fällt mir nicht einmal etwas Vernünftiges ein.
Themen schwirren zwar genug in meinem Kopf herum, nur bekomme ich sie nicht richtig in Worte gefasst.
Da wären mal das Thema Veganismus, die Veränderung unserer Gesellschaft (besonders die der Kinder), unser doch viel zu kurzes Leben, aber auch die Freuden im Leben.
Über den Tag möchte ich oftmals gerne zum Stift greifen und einfach schreiben. Doch es ist entweder kein Stift und Papier zur Hand, ich bin gar nicht zuhause und habe keine Zeit, oder mir fehlt dann schlichtweg die Lust.

Es war doch viel einfach, als wir einfach noch in ein Tagebuch geschrieben haben. Nur für uns. Nicht für die Welt und andere.
Wobei, interessiert es denn andere, was wir da von uns geben? Und warum immer diese Profilierungsgeschichte, dieses haschen nach Aufmerksamkeit, der Drang zur Selbstdarstellung, dieses unendliche Mitteilungsbedürfnis?
Weil wir manchmal ein wenig Aufmerksamkeit brauchen. Wir mögen es, wenn uns jemand sagt, dass wir etwas gut gemacht haben. Wir haben es gerne, wenn uns jemand zuhört. Wir lechzen nach Klicks und Likes, weil wir somit Bestätigung bekommen.
Und weil wir kaum mehr im realen Leben Rückmeldung dergleichen bekommen, verlagert sich unser Leben eben auch in die digitale Welt.
Wir suchen uns eben ein anderes Medium und holen uns dort, was wir eben an diesen Dingen so brauchen.

Es war doch noch so viel einfacher, ohne diese Medialisierung. Und auch viel sozialer.
Ich gestehe, auch ich gehöre ein wenig dazu. Ja, ich möchte hier wirklich sagen "ein wenig"!
Denn ich bin nicht dauernd und immer online. Ich lege mein Handy weg, wenn wir essen oder wir mit Freunden unterwegs sind.
Aber auch ich bin mittlerweile dem Instagram Wahn verfallen. Ein Post täglich muss sein. Mein Freund versteht das auch nicht ganz. Er ist eben noch voll oldschool!

Ich sitze aber auch nicht jeden Abend mit meinem Handy, Tablet oder Laptop da und bin dort online.
Das ist für mich keine Entspannung! Gute Musik, ein kühles Bier, oder einfach nur mein Skizzenblock und Stifte und ich zeichne. Das ist für mich Entspannung.
Ich kann also auch anders, ohne dabei die Krise zu bekommen.

So ist es doch auch viel stressfreier, entspannter, sozialer und kommunikativer.

In einigen Jahren (vielleicht auch erst in einigen vielen) werden die nachkommenden Generationen das alles als übertrieben ansehen, sie werden uns belächeln, denn eigentlich wird es gar nicht so schlimm sein.
Wir haben nur manchmal einfach Angst vor Veränderung. Wir sind verunsichert, scheuen das Neue und Unbekannte.
Und sicher hat alles seine Vor- und Nachteile.
Leider sehe ich im Moment mehr Nachteile und das Schlechte in all dem.

Aber hey, ich alles mich gerne eines Besseren belehren!


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Sabrina | Sweetalistic